Über mich

Seit einigen Jahren läuft einiges schief; sehr schief. Die Berichterstattung in Österreich, wie auch in manch anderen, einstmals sehr demokratischen Staaten, hat sich verschoben.

Großgeworden mit politischen und gesellschaftlichen Debatten wie zum Beispiel einem Club 2, wo man als einfacher Bürger auch etwas an Fakten zur jeweiligen Lage dazulernen und sich eine gelehrigere Meinung verschaffen konnte, erscheinen mir Berichterstattung und politische und gesellschaftliche Diskussionen heutzutage vielfach eindimensional. tendenziös und unfair. Dem medialen Gegner in der Politik (vorzugsweise von rechts) wird vor allem Böses unterstellt und dies, mit zahlreichen negativen Eigenschaftswörtern verpackt, auch so an die Öffentlichkeit vermittelt. Dem medialen Freund (vorwiegend von links) wird grundsätzlich edle Gesinnung und echtes Bemühen unterstellt; falls es doch einmal ans Eingemachte geht, dann sind es Missverständnisse, die sich im Sinne der Freundschaft „aufklären“ lassen oder es ist als Thema sehr schnell aus den Mainstreammedien verschwunden. Der einfache Bürger erkennt die Absicht und sucht nach anderen Medienkanälen, bei denen er oft mit besser recherchiertem Hintergrundwissen und mit einer umfangreicheren Faktenlage versorgt wird.

Natürlich bestreiten die Mainsteammedien ihre Einseitigkeit. Laut diesen sind Bürger, die sich mit alternativen Medien abgeben, Menschen, die sich grundsätzlich gerne ins Terrain der Verschwörungstheorie begeben, da ja nur Mainstreammedien die Wahrheit schreiben, sie auch nie einseitige Absichten hegen, immer nur das Gute fürs Volk im Auge haben usw. Dass das nicht so empfunden wird, erklärt vorheriger Absatz.

Nun, auch ich lebe in einem mainstreammedienhappy Umfeld. Alle meine mainstreammedienhappy Kollegen, Freunde und Verwandten – übrigens liebe Menschen – lesen lokale Mainstreammedienüberschriften aus ihrem einen Lieblingsmainstreammedium und sehen ORF Mainstreamnachrichten zum Drüberstreuen. Und ich muss sagen, meine Lieben glauben gerne, was da so in den Mainstreammedien geschrieben und berichtet wird, weil sie sich keinen Verschwörungstheorien hingeben, sondern sich einzig und alleine der „echten Wahrheit“ verschreiben wollen. Nun, die immer öfter auseinanderklaffenden Fakten und Zusammenhänge, die meine Lieben wussten und die ich wusste, gaben als gemeinsame Gesprächsbasis nicht mehr viel her. Verschwurbelt würde man sagen: „Es haperte dann mal am fehlenden, gemeinsamen Narrativ. Und das war nicht hilfreich.“ Und dann?

Nun, irgendwann hatte ich niemanden mehr zum Erörtern und Gesprächsinhalte beschränkten sich auf den lokalen Tratsch oder Kochrezepte. In meiner Jugend wär das nicht passiert. Da hätte man sich – politischer Freund oder Feind – ins Kaffeehaus gesetzt und sich zwischen zwei Schachteln Zigaretten und zwei Tassen Kaffee zahlreichen Themenerörterungen heftig diskutierend hingegeben. Aber niemand raucht mehr, nicht mal mehr ich und manche trinken auch keinen Kaffee mehr. Die Gesundheit…

Bar jeder Diskussion, wollte ich mich daraufhin dem Schreiben trauriger Mainstreammediengedichte über unsere traurige Mainstreammedienzeit hingeben und fand mich plötzlich satireschreibend wider. So auf mein Innerstes aufmerksam geworden, kam nach und nach mehr in diese Richtung aus meiner Feder. Meine Satire ist natürlich ebenfalls einseitig, weil ich versuche das Ungleichgewicht, welches die Mainstreammedien und die von ihnen gepushte Political Correctness hinterlassen, ein wenig auszugleichen. Es gibt tausenderlei Satire gegen zu viel rechts, aber – außer dieser – kenne ich keine, gegen zu viel links.

Ursprünglich wollte ich alles in Buchform gießen, wurde aber ständig von den Ereignissen überholt. Manches am Vortag geschriebene, war am nächsten Tag schon nicht mehr aktuell. Das rief dann die Idee des Blogs ins Leben und hier ist er.

Niemanden will ich beleidigen, aber es liegt im Wesen der Satire, dass sie manchmal wem auf die Zehen tritt. Es tut mir von Herzen leid, dass ich Götter beleidige, ich will mich ehrlich bessern. Und angesichts der Humorlosigkeit mancher Emporkömmlinge, begehe ich teils Selbstzensur samt selbst auferlegter Strafaufgabe zur Besserung.

Herzlichst
Mia Salatmaier