salatmaier 770, beim bartlwirt

und? hast wen getroffen?

ja, den bartl, den mit dem most und seine rosi, kellnerin im lustigen weinfass, jetzt in kurzarbeit.

in kurzarbeit? dachte wirtshäuser dürfen nicht aufsperren.

ja, eh. der bartl hat sie angestellt.

der bartl? ja, hat er denn jetzt ein wirtshaus?

nun, das nicht. aber sein wohnzimmer hat er umfunktioniert. da hängt jetzt ein schild an der wohnzimmertür, da steht drauf „zum bartlwirt“. er ist gast und gastgeber unisono und die rosi eben die kellnerin. immer, wenn er einen neuen humpen most will, holt sie ihm den vom keller und er gibt ihr am ende ein großzügiges trinkgeld, halt wie eh und je.

wozu machens denn das?

die rosi fürchtet sich davor, arbeitslos zu sein. das macht alt, sagt sie. so hat der bartl gsagt, sie soll eben während corona bei ihm, dem bartl, vulgo bartlwirt, kellnern. das gibt beiden einen hauch von normalität. so braucht er seinen most nicht allein zu trinken und sie verdient sich ein paar euro zur arbeitslose dazu.

also, der bartl fungiert in dieser symbiose als echtes wirtstier, wenn man es genau betrachtet…

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