salatmaier 666 – ui ui

Für diese Zahl ein Verschwörungsmärchen! Nix anderes würde ihr gerecht.

Endlich! 666 oder Der gute Mensch   („Die Anfänge“)

Jetzt kommt er/sie/es. Immer näher kommt er/sie & es. Aus Gründen der leichteren Schreibbarkeit, lasse ich jetzt das sie und das es bei „der Mensch“ weg. Natürlich sind auch Mensch*innen und Menscher damit gemeint. Bitte, behalten Sie das immer im Hinterkopf, wenn Sie über „der Mensch/den Menschen/des Menschen/dem Menschen und für alle Fälle auch noch über das Mensch (österr. für Mädchen) und allen seinen Pluralabarten lesen.

Also, er kommt näher. Er wird schon sichtbar. Er kommt aus dem Nebel der guten Zukunft auf uns zu. Aufrecht schreitet er. Sein Herz ist riesig. Wenn Sie jetzt meinen, er hätte Herzverfettung – weit gefehlt. Sein Herz ist riesig, weil der echte Mensch aus der echten Zukunft echt gut ist. Ich meine, wirklich gut. Die Kirche hat das in bald 2000 Jahren nie geschafft. Jesus hat das nicht geschafft, auch Moses nicht, samt seinen 10 mickrigen Geboten. Was soll das auch darstellen – 10 Gebote! Nicht einmal Mohammed schaffte den guten Menschen, obwohl er – zumindest zeitlich – der Zukunft näher war, als alle anderen Religionen. Und Buddha? Der wurde fast von John Lennons „Imagine there’s no heaven“ und so weiter, abgelöst. Aber da John ein Beatle und kein Religionsgründer war, berufen wir uns doch noch auf einen Teil der Lehren des Großbäuchigen.

Was der neue Mensch hat und was ihm niemand nehmen kann: er hat von allen Religionen das Gute behalten. So sagte es ja schon irgendein Unterling in der Bibel. Man solle alles betrachten und sich das Gute von allem behalten. Das haben die Macher des neuen Menschen voll berücksichtigt.

Das Gut sein kommt eindeutig von Jesus. Er ist sogar für die gute Sache gestorben. Da kann sich der neue Mensch riesige Scheiben davon abschneiden. Dann ist der neue gute Mensch nicht nur gut, sondern auch edel, so wie Jesus. Weil, irgendwie war der Jesus edel, wie er da so in seiner Kutte, langen Haaren und zwei Sandalen durch den Sand lief. Echt schön! Und dann ist er gestorben für die guten Sachen. Ein Opferlamm! Auch der neue, gute Mensch bringt Opfer für die guten Sachen: Opfer für das Klima, Opfer für die Gesundheit, für die Großeltern in Coronazeiten – die Alten sterben zwar jetzt an Einsamkeit, aber der gute Mensch hat sie auf alle Fälle vor der Krankheit bewahrt. Der Jesus hätt sicherlich das gleich gemacht. Das ist doch was. Und die Großeltern sind das Opfer wert. Oder sie waren das Opfer… So genau lässt sich das nicht mehr feststellen, aber eines ist sicher; das Motiv war edel, hilfreich und gut.

Weiter nahm man ein kleines Bisschen aus dem Judentum und zwar die Gebote. Die Gebote kommen von Moses; aber der neue Mensch fettete sie mächtig auf. 666 Gebote haben die Schöpfer geschaffen. Das muss ihnen der jüdische Gott erst mal nachmachen! Von Klimawandelrücksicht, über Schildkröteneier persönlich ausbrüten, bis zum „Essen um der Wahrheit willen“ ist alles gebotlich geregelt.

Von Mohammed nahm man sich die Gelassenheit, die durch den Konsum von Betelnüssen kommt. Schicksal ist das Zauberwort. Wenn der neue Mensch eine Beschwerde hätte – hat er zwar nicht – aber wenn, dann könnte man das mohammedanische Wort vom „Kismet“ anwenden. Das österreichische „da kann man halt nix machen“ grenzt fast an dieses „Kismet“. Man merkt halt doch, dass die Mohammedaner lange, lange Wien belagerten. Irgendwas bleibt immer hängen. Der neue Mensch ist also gelassen. Er lebt die neue Gelassenheit. Niemand hat Schuld, außer den Nazis. Aber gegen die gibt es Gesetze. Außerdem dürfen sie gejagt werden, ja, müssen sogar gejagt werden. Neben der Erderwärmungstemperatursenkung ist die Nazijagd die edelste Aufgabe des neuen guten Menschen. Das ist die einzige Zeit, in welcher der gelassene gute neue Mensch in Rage gerät: bei den Nazis. Diese verstecken sich hinter den Masken der Klimaleugnung, der Coronalugnung, der Verwendung von Dieselmotoren, dem Essen von Rindfleisch und so weiter.

Und von Buddha? Was hat der neue Mensch von ihm? Die Weite – es gibt keinen Himmel und es gibt auch keine Hölle, sondern Erlösung für den, der den richtigen Weg wählt, also sich an die 666 Gebote hält und versucht so wenig wie möglich zu atmen. Das hat sich nämlich als ganz schön ungesund erwiesen. Der edle Mensch atmet nur noch jeden zweiten Atemzug, um a) das Klima zu retten und b) keine Viren zu verbreiten, für den Fall er welche hätte, was er angeblich auch als kerngesunder Gutmensch haben kann. Nix weiß man nicht genau…

Hingegen sind die unzähligen Götter des Hinduismus eher was für schwächere Gemüter, um sich an Irdischem festzuhalten. Kalis Rache für alle, wenn einem der nächste Gutmensch doch den E-Parkplatz mit dem Auftanktank vor der Nase wegschnappt. Die guten Gutmenschen allerdings schweben darüber und halten sich an Gebot 1: du darfst andere Gutmenschen und Gutmenschenanwärter nicht hassen. Melde deinen Feind lieber bei nächster Gelegenheit der Behörde, denn wer sich so schändlich gegenüber seinen Gutmenschen verhält, der übertritt sicherlich auch andere Gesetze und erhält früher oder später seine gerechte Strafe.  Man muss es nur erwarten können. Und da der neue Gutmensch geduldig ist, kann er es erwarten und freut sich dann, dass wieder ein Widerling gegen die gute Sache seiner gerechten Strafe zugeführt wurde. Die meisten bekehren sich danach und für jene, die unbelehrbar sind, ist der Tod eine gute Sache. Jesus, jedenfalls, hätte sich mit solchen Widerlingen nicht abgegeben und an  Jesus orientiert sich nun mal der neue Mensch und strahlt. Endlich!

Fortsetzung folgt

 

 

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