salatmaier 1419,

Folgenden Beitrag sandte ich zu den IG Autoren, die alle Schriftsteller einluden, etwas zum Thema Krieg zu schreiben.

Welch ein Tag. (Eine Kritik)

31.März. Graubrauner Morgen vor dem Fenster. Gelbschlierender Saharastaub auf dem Leben, soweit das Auge reicht.

Es reicht weit über die Grenzen. Betrachtet sich Helden, Getötete, Tötende, Kaputtes, Weinendes, Laufendes, Liegengebliebenes. Dazwischen zwei Figuren. Einer – nennen wir ihn Aggressor, wie die Weltpresse ihn zu nennen pflegt. Ein anderer – nennen wir ihn Held, wie ihn die Weltpresse zu nennen pflegt. Sie lassen ausrichten. Sie richten aus. Mittels Vermittler, mittels Botschafter. Mittels Botschaften. Mit gewappneten Worten. Mit begrenztem Verständnis, hüben wie drüben. Verständlich.

Dahinter liegt ein Land. Ein weites Land. Ein Profiteur mit einer Schar an Profiteuren. Waffenhändler. Getreidehändler. Frackinggashändler. Transporthändler. Unterhändler. Haupthändler. Dollar, bitte, keine Rubel. Der Rubel rollt. In welche Richtung?

Und nahebei liegen andere Länder. Keine Weiten, nicht in den Herzen, nicht in den Gehirnen, nicht in den Worten. Sie schießen auch. Ohne Munition. Aber in Gedanken, Worten und Werken. Legen die eigenen Länder brach. Solidarität ist ihnen alles wert. Die Solidarität ihrer Bevölkerung, versteht sich, nicht die eigene. Jetten mit Privatjetten am Umwelthimmel, mit Saharastaub auf den Jetflügeln. Knicksen vor Machthabern anderer Art, um ihre Solidarität mit der heldenhaft-kämpfenden Nation zu bezeugen. Lassen die unangenehmen Bilder des Kotaus dann retuschieren, damit es nicht ganz so arg aussieht, nicht aussieht, wie eine Verbeugung vor jenen, die Menschenrechte auch mit Füßen treten. Ob das den Helden das Leben erhält? Ob das Aggressoren verschrecken wird?

Es gibt Gute. Es gibt Böse. Es gibt jene, die gestern gut waren und heute absolut böse sind. Es gibt diese, die gestern kritisiert wurden und heut gelobt werden. Es gibt jene, die gestern böse waren und heute wie Leuchtraketen in den Himmel aufsteigen. Unsere Berichterstattungen sind ausgewogen, differenziert. Unsere Sichtweisen absolut klar, nicht tendenziös, nicht einseitig. Und schon gar nicht malen wir schwarz-weiß oder verbiegen wir die Wahrheiten. Pardon – die Wahrheit.

Morgen ist der 1. April.

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