salatmaier 137, eposmythos

fantasie zur fastenandacht am aschermittwoch.erschaffungsmythoskürzestepos. (zweiter und endlicher versuch.)

da war ein unruhiges teilchen unter den himmeln, genannt europa. es hatte sich denn doch im laufe von äonen einigermaßen beruhigt und schien auf dem wege zu frieden und wohlstand für die, die darin wohnten. plötzlich schwebte darob ein geist voll tohu-wabohu, der eine neue ordnung nach marx schaffen wollte. sprach es nie und es ward doch: wer augen hat, sehe und staune.

am ersten tag trennten die göttlichen kommissare links und rechts. sie sahen, dass die spaltung dienlich war. das linke war klar als licht und das rechte klar, als dunkel erkennbar. erster Tag. und sie nannten es gut.

am zweiten tag bestimmten die göttlichen kommissare, wes land wem gehören möge und wes deutungshoheit über dem land schwebe und in dem meer sei. zweiter tag. und sie nannten es gut.

am dritten tag wurden gute haltungen und schlechte haltungen bestimmt. die mit den guten durften als hohe tiere leben, die mit den schlechten lebten als fußvolk nahe am erdreich. allerlei früchtchen entwickelten sich und die meere wimmelten, diversen mafiosi zur freude. dritter tag. und sie nannten es gut.

am vierten tag platzierten die göttlichen kommissare satelliten in den himmeln und öffentlich rechtliche rundfunk-und fernsehanstalten an allen enden des kontinents. diese installationen ermöglichten den göttlichen wie den irdischen, in lichten wie in dunklen zeiten, wahre orientierung im sinne der kommissare zu finden. vierter tag. und sie nannten es gut.

am fünften tag wurde ein heer von gut-vernaderern erschaffen. sie vermeldeten alles, was gegen die göttliche kommissarshände zu wirken suchte. und sie vermehrten sich und fanden sich zahlreich im netz und außerhalb des netzes, als löscher/vernaderer und vermelder wieder. fünfter tag. und sie nannten es gut.

am sechsten tag denn, wurde endlich der neue mensch geschaffen. als mann – juncker, timmermans, karas schufen sie ihn und als frau – merkel, lagarde, vanderleyen, schufen sie sie und forderten sie auf, sich ordentlich zu mehren im leibe (vanderleyen) oder im geiste (merkel) und fürderhin glücklich im neuen paradies – brüssel – zu weilen und zu wirken. und die göttlichen kommissare sahen, wie alles wunderbar war. sechster tag. und sie nannten es gut.

am siebten tag klopften sich die göttlichen kommissare gegenseitig auf die schultern und erklärten ihn zum tag der huldigung und würdigung ihrer großtaten. so wurde der siebte tag als einziger mit einem namen versehen: der wunderprächtige kommissionslobhudeltag. siebter tag. und sie sahen alles an und nannten es wunderprächtig und gut.*

*(etwaige ähnlichkeiten mit tatsächlich existierenden personen, kommissionen oder ähnlichem, ist rein zufällig.)

**(im sinne der fastenzeit gibt es heute nur einen vers, um uns in enthaltsamkeit zu üben)

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