salatmaier 1366, letzter CoronaAntiSuchTag

Liebe Leser!

Heute war ein höchst eigenartiger Tag.

Frühmorgens, um 10:30, ging ich in die Konditorei gegenüber. Jene, mit der göttlichen Auslage, welche ich nun seit Sonntag beäuge, ohne dass sie offen war. Jedenfalls wurde ich sogleich nach Eintritt darauf hingewiesen mein Mäskchen aufzusetzen. Aber nicht einmal das, konnte meine Lust an dem, was ich sah, schmälern. O my goodness – so schöne Dessertkügelchen und Kegelchen, Schüsselchen und Bällchen habe ich bisher NUR in Frankreich gesehen. Allerdings sind sie in Györ – typisch ungarisch – riesig. Als ich dann später die beiden mit dem Löffelchen anstach – und da hatten sie schon viele Kilometer Ungarn hinter sich – konnte ich nur noch stammeln: köstlich, köstlich, köstlich.

Ansonsten geschahen heute eigenartige Dinge um jüdische Friedhöfe, die praktisch mich suchten, nicht ich sie.  Jüdische Friedhöfe, die weltvergessen in Ungarn zwischen Hügeln und Weiten gelegen sind.  In Orten, deren Namen ich mir einfach nicht merken kann und von deren Existenz ich bis gestern Nacht noch gar nichts wusste. Man fragt sich, ob es noch viele gibt, die von ihnen wissen. Und dazwischen Gegend, Landschaft, Wind, Sonne, Gegend und Wind.  Ich bewahre diese Dinge in meinem Herzen und sehe, was die Friedhöfe sagen. Heute war es ein so  tiefer Schmerz, als läge eine Steinplatte auf eines Menschen Herz und nähme einem die Luft zum atmen, wie weiland Corona bei manchen vor dem Tod, nur ohne Husten. Wie erwähnt; ein eigenartiger Tag, an dem die jüdische Lebensgeschichte einer Gegend die Wege lenkte, nicht ich. Und als ich mich verfahren hatte, war es wieder einmal grad wundersam und ich landete, wo ich bei genauem Suchen gar nicht hingefunden hätte…

In diesem Sinne

eure, heute sehr sinnige, Salatmaierin (zwei ungarische Wunderkügelchen warten inniglich auf mich für ein sinnigliches Wunderfrühstück)

 

 

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