salatmaier 1363, Brief 1 auf der Suche nach dem Anti-Corona

Liebe Leser!

Ungefragt erhaltet ihr ein paar Reiseeinblicke von mir, der Salatmaierin hochselbst.

Ich weile derzeit in Ungarn, in Györ, auf der Suche nach Coronazwangfreiheit. Kein Mensch fragt nach einer Maske, obwohl anscheinend in Innenräumen Maskenpflicht herrscht. Der Kellner im Pub trug eine, allerdings die Leichtform, diese hellblauen, nicht die verschärften Staubmasken, wie wir sie gezwungen werden zu tragen. Die Kunden trugen allesamt KEINE. Überhaupt trägt hier niemand eine Maske, eben außer dem einen Kellner im Pub.

Die Wohnung ist sehr schön. Das Türschloss eigenartigst und bringt Verzweiflungspotential mit sich. Der Igor – Vemieter – eine eigenartige Nummer. Ich fiel über die Stiege und verletzte mich leicht am Knie an der Stiegenkante (immerhin war die Stelle bei näherer Betrachtung blutunterlaufen). Nicht, dass mir Igor etwa aufhalf. Iwo – allerdings fragte er, ob ich eh ok sei, nachdem ich mich wieder aufgerappelt hatte. Ich antwortete mit nein, was Igor nicht davon abhielt einfach weiterzugehen und außerdem mich und mein Knie kräftigst zu ignorieren. Eines weiß ich: Er und ich – wir werden keine Freunde mehr. Überhaupt, nachdem er mir erklärte, dass bisher ca 500 Personen mit dem eigenartigen Türschloss blenden zurechtgekommen wären, nur ich nicht. Mein Geduldsfädchen, eh schon dünn und strapaziert durch Mückstein und Co und Kniewunden durch Stiegenstürze, riss sofort. Ich hab ihn angeschrien: „Wenn ich irgendwas nicht ausstehen kann, dann sind das Leute, die mir sagen, wie überhaupt noch nie irgendjemand – also genau genommen über 500 Personen – mit dem ein Problem hatte, mit dem ich ein Problem habe.“ Ich bin also einzigartig und Igor eigenartig. Sei‘s drum…

Müde bin ich auch. Genaugenommen: erschöpft bin ich. Von dem Coronazirkus der letzten zwei Jahre und dem, der noch vor uns liegt. Immer mehr merke ich, wie sehr ich erschöpft davon bin. Einfach nur erschöpft! Es wird wohl vielen so gehen, aber wir dürfen nicht aufgeben. Es wird immer deutlicher, dass es schon länger nicht mehr um „die Stiche“ geht, sondern um unsere Freiheit. Danke allen, die den Mut haben, sich dafür einzusetzen.

Herzlichst aus Györ, eure maskenfreie Salatmaierin

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